Die „Älteren“ unter uns erinnern sich sicher noch an den Handarbeitsunterricht in der Schule, wo wir uns mit Topflappen und Ähnlichem geplagt haben. So simpel so ein Stück auch erscheint, es ist gar nicht so einfach, ein wirklich quadratisches Werk herzustellen.
Nehmen wir also einen quadratischen Topflappen als unser erstes Übungsstück.
Hinweis: Alle gezeigten und erklärten Methoden sind immer nur eine von vielen. Alle einzeln an dieser Stelle aufzuführen, würde den Rahmen dieses kleinen Lehrgangs sprengen und den Übenden nur verwirren. Wir sind immer bemüht, Ihnen die einfachste, am leichtesten zu erlernende Methode zu zeigen. Scheuen Sie sich jedoch nicht, auch andere auszuprobieren.
Das Material, wir benötigen:
- 100 g „Topflappengarn“ aus Baumwolle
- eine Häkelnadel in der passenden Stärke, welche auf der Banderole des Garns angegeben ist
- ein ruhiges, helles, bequemes Plätzchen und etwas Zeit
Die Haltung
Rechtshänder halten den Faden üblicherweise in der linken Hand. Der Fadenanfang führt unter dem kleinen Finger, über den Ringfinger, unter dem Mittelfinger hindurch bis zum Zeigefinger, über diesen hinweg und wird dann vom Daumen und Mittelfinger gehalten. Mit dem Ring- und Mittelfinger hält man den Faden locker fest und achtet so auf eine gleichmäßige, aber nicht zu starke Spannung.
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Der Faden, der über dem Zeigefinger liegt, wird nun einmal um diesen herum gewickelt. Sonst läuft das Garn evtl. zu locker und es gibt ein ungleichmäßiges, unschönes Maschenbild.
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Die richtige Haltung und Spannung muss jeder für sich selbst durch Ausprobieren entdecken. Möglich ist auch, den Faden durch die Finger zu weben, zweimal um den Zeigefinger oder gar nicht zu wickeln.
Linkshänder machen es natürlich spiegelverkehrt.
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Die erste Schlinge
Nachdem wir den Faden richtig in der linken Hand halten und ein so etwa zwanzig Zentimeter langes Ende herunter hängt, nehmen wir dieses und wickeln es einmal von unten über den linken Daumen.
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Von unten stechen wir nun mit der Häkelnadel in die entstandene Schlaufe vor dem Daumen und holen uns mit dem Haken der Nadel den Faden vom Zeigefinger, ziehen diesen zurück und lassen die Schlaufe hinter der Häkelnadel vom Daumen gleiten.
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Nun beide Fäden mit dem linken Daumen und Mittelfinger festhalten und gleichmäßig die erste Masche auf dem dickeren Ende der Nadel festziehen, ohne sie von dieser gleiten zu lassen. Geschafft! Unsere erste Masche!
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Die Luftmaschen
Wir halten nun mit Daumen und Mittelfinger dicht unterhalb der ersten Masche fest, fassen mit der Nadel von links unter das Garn, drehen dabei leicht die Nadel, damit der Haken das Garn greifen kann, ziehen die Nadel zurück und mit dem Faden durch die erste Masche. Auch diese Masche ziehen wir auf dem dickeren Teil der Nadel fest.
Video Luftmasche
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Nun wiederholen wir dies noch 48 Mal und wir haben insgesamt 50 Luftmaschen, die sich sehr gut zählen lassen. Die Masche auf der Nadel wird nie mitgezählt! (Oder man häkelt zunächst meterlange Luftmaschenschlangen, bis einem die Bewegung gut vertraut ist.)
Die fertige Arbeit immer dicht an der Nadel festhalten, damit es ein sauberes Maschenbild gibt.
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Die erste Reihe
Gehäkelt wird immer von rechts nach links (eine Ausnahme bilden die Linkshänder, die es genau andersherum machen). Wir halten jetzt die letzte Masche fest und arbeiten noch eine Luftmasche. Diese benötigen wir als Ersatz für die erste feste Masche. Je nach Muster variiert später die Anzahl der Ersatzmaschen (siehe Häkelmuster).
Nun stechen wir die Häkelnadel in die vorletzte Masche. Bitte darauf achten, dass zwei Fäden oberhalb des Einstichs liegen und einer darunter. Zur Verdeutlichung: Die Masche ähnelt einem Blatt, die Rundung liegt rechts, die Spitze links. Wir stechen nahe der Spitze hinein und haben zwei Fäden oberhalb liegen.
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Wir holen uns den Faden und ziehen ihn durch die Masche und fest. Jetzt liegen zwei gleich fest gezogene Maschen auf der Häkelnadel.
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Wieder holen wir uns den Faden und ziehen ihn durch beide Maschen hindurch. Fertig! Unsere erste feste Masche.
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In die nächste Luftmasche stechen, Faden holen, fest ziehen, Faden holen, durchziehen … usw. bis in die letzte Luftmasche.
Die Reihen
Um eine gerade Arbeit zu bekommen, ist es sehr wichtig, immer darauf zu achten, dass man auch wirklich die letzte Masche erwischt hat und nicht versehentlich eine davor aufhört. Denn damit verkürzt man die Reihen und es wird ein mehr oder weniger ansehnliches Dreieck, doch kein Quadrat. Hier hilft zu Beginn oft nur das Zählen. Aber bei 50 Maschen ist das ja noch gut machbar.
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Am Ende der Reihe wenden wir die Arbeit mit der Nadel, so dass die letzte Masche nicht verdreht wird, machen eine Luftmasche (Ersatzmasche) und stechen in die Masche darunter, wieder so, dass zwei Fäden darüber liegen. Die Maschen liegen leicht versetzt. Das muss so sein.
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Nach insgesamt 50 Reihen sollten wir ein einigermaßen quadratisches Werk in der Hand halten. Nun den Faden abschneiden, durch die Nadel und stramm ziehen, Faden vernähen, ein wenig in Form ziehen und fertig!
Und weil wir ja auch zwei Hände haben, die wir uns an den heißen Töpfen verbrennen können, üben wir uns gleich an dem zweiten Topflappen …
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Der Rand
Unsere Topflappen sind einsatzbereit. Wer sich daran versuchen mag, kann die äußeren Kanten noch in der gleichen Weise mit einer Reihe fester Maschen umhäkeln. Dafür schlingen wir den Faden an einer Ecke neu an, machen 12 Luftmaschen und dann eine feste Masche genau in die Eckmasche (dort wo wir den Faden angeschlungen haben).
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Nun häkeln wir eine Runde feste Maschen, wobei darauf zu achten ist, dass in den Ecken jeweils drei Maschen aus einer gehäkelt werden, sonst spannt sich die Arbeit.
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Wenn wir wieder am Anfang sind, stechen wir nicht in die einzelnen Luftmaschen des Ringes, sondern umschlingen die Luftmaschenkette mit etwa 25 festen Maschen, bis ein fester Aufhänger entstanden ist, durch den keine Luftmaschen mehr zu sehen sind. Zählen Sie die Maschen, damit Sie im zweiten Topflappen identisch sind. Sie können etwas variieren.
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Die erste und letzte Masche oben mit einer Luftmasche verbinden, den Faden abschneiden, durch die Luftmasche ziehen und vernähen. Fertig!
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Viel Vergnügen!

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Gut, dass hier regelmaessig soviel geschrieben wird.