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Neue Bücher ohne Ende
Bücherwürmer können sich freuen: Nach einer zweijährigen, leichten Flaute, geht die Zahl der Neuerscheinungen auf dem deutschen Buchmarkt wieder steil nach oben. Gefragt ist nicht nur Unterhaltsames und Spannendes, denn die Masse der Neuerscheinungen sind eher Sachbücher oder Ratgeber, die sich den verschiedensten Interessen widmen. Von historischer Fachliteratur über praktische Tipps für Heimwerker, Kochbücher oder Anregungen für´s Handarbeiten ist die Bandbreite fast grenzenlos. Leseratten finden also jede Menge günstige Bücher bei Libri, einem der wichtigsten Experten rund ums Buch in Deutschland. 2006 wurden beispielsweise von den deutschen Verlagen mehr als 970 Millionen Bücher produziert. In diese Zahl fließen zwar auch rund 500 Millionen von Adressbüchern, Broschüren und ähnlichen Druckerzeugnissen ein, trotzdem bleiben noch beachtliche 470 Millionen Bücher übrig.
Wo werden die Bücher vorgestellt?
Auch wenn die Bestsellerlisten in der Regel von den großen und bekannten Namen beherrscht werden, erscheint alljährlich in Deutschland eine große Zahl von Neuerscheinungen. Als wichtigste Plattformen für Autoren und Verlage, um die neuen Werke der Öffentlichkeit vorzustellen, bieten sich die Frankfurter Buchmesse sowie die Leipziger Buchmesse als größte deutsche Massenveranstaltungen rund ums Buch an.
Die Frankfurter Buchmesse
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels rief die Frankfurter Buchmesse 1949 ins Leben, seitdem findet sie alljährlich im Oktober auf dem Gelände der Frankfurter Messe statt. Seit 1988 setzt die Messe alljährlich einen Schwerpunkt zu Kultur und Geschichte eines ausgewählten Landes. Der Börsenverein knüpfte mit der Gründung der Messe allerdings an eine alte Tradition an. Denn schon kurz nachdem der nahe Frankfurt lebende Johannes Gutenberg den Buchdruck revolutioniert hatte, wurde die Stadt am Main zu einem wichitgen Umschlagsplatz für Bücher. Bis ins späte 17. Jahrhundert hinein war Frankfurt als Standort für die Buchmesse sogar europaweit herausragend. Die Frankfurter Messe richtet sich allerdings in erster Linie an Fachpublikum. Verleger, Agenten, Buchhändler und Bibliothekare können sich hier über die neuesten Erscheinungen informieren.
Die Leipziger Buchmesse
Nach der Frankfurter Buchmesse ist ihr Pendant in Leipzig die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands und eine der bekanntesten Messen in Leipzig. Auch die Buchmesse in Leipzig blickt auf eine lange Tradition zurück. Sie wurde nämlich bereits im 17. Jahrhundert. 1632 wurden sogar zum ersten Mal in Leipzig mehr Bücher vorgestellt als in Frankfurt. Nah am Leser dran zu sein umschreibt das Profil der Leipziger Messe am besten, denn hier ist es dem Leser mit etwas Glück auch möglich, in direkten Kontakt mit dem Autoren zu kommen und mit ihm über sein Werk zu diskutieren.
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