Gepostet von Nadine Borisch | Keine Kommentare
Was ist Emaillieren?
Mit dem Emaillieren bringt man einen fest haftenden Überzug auf Metall oder auch Glas. In den meisten Fällen werden dafür mehrere Schichten aufgetragen. Diese fast vergessene Handwerkskunst gibt es schon seit mehr als 3500 Jahren. Die ältesten Gegenstände stammen aus der Zeit 1420 vor Christus, aber auch heute wird das Emaillieren noch genutzt, um wunderschöne Dinge damit zu gestalten. Besonders Goldschmiede nutzen diese Technik sehr oft.
Was gibt es für Techniken?
Zellenschmelz ist eine der Techniken, dabei wird eine Grundplatte benötigt, die im besten Fall aus einem Edelmetall besteht, an der dann Stege angebracht werden. Diese Stege werden dann gewalzt, gebogen und verlötet. Die dadurch entstandenen Zellen werden dann mit Email aufgefüllt und wer sich dabei geschickt anstellt, kann sogar ganze Bilder damit zustande bringen.
Dann gibt es auch noch das Grubenschmelzverfahren, hierbei lötet man zwei Edelmetallplatten aufeinander und graviert, ätzt oder schabt ein Motiv hinein. In die Grube wird dann Email gegeben. Wer jedoch selber Emaillieren möchte, sollte lieber das Zellschmelzverfahren nutzen.
Kann man auch selbst Emaillieren?
Da emaillierte Schmuckstücke vom Goldschmied oft sehr teuer sind, kommt natürlich auch schnell die Frage auf, ob man das nicht auch selber machen kann. Natürlich geht das auch, allerdings wird dazu einiges benötigt wie beispielsweise ein kleiner Brennofen, Emails, Stegdraht und ein Feinsilberblech. Die Blechoberfläche muss vorher noch mit Vertiefungen oder Erhöhungen versehen werden, damit diese später auch ein wirklicher Blickfang werden. Dann wird das Schmuckstück gereinigt und darf dann nicht mehr mit den bloßen Fingern angefasst werden. Das Email-Pulver wird jetzt auf das Schmuckstück gesiebt und in den Ofen gegeben. Dann muss es noch poliert werden, so leuchtet das Email sehr viel schöner.
Jetzt biegt man den Stegdraht in die gewünschte Form, bestreicht es mit dem Kleber und gibt es auf die voremaillierte Fläche, die Gruben oder Stege werden dann mit Email versehen und kommen wieder in den Brennofen. Wenn sich im Ofen auf dem Schmuckstück ein kleiner, weißer Schimmer auf der Oberfläche zeigt, kann das Schmuckstück dann auch aus dem Ofen genommen werden.
Sicherlich ist all dies ein großer Aufwand aber die Schmuckstücke, die daraus entstehen, sind nicht nur wundervoll anzusehen, sondern auch jedes für sich ein absolutes Einzelstück, welches sicherlich niemals bei einem Goldschmied in dieser Form gekauft werden kann.
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Kreative Gestaltungstechniken von 877
Emaillieren ist eine schon fast vergessene Handwerkstechnik, die nur noch selten verwendet wird. Das Designerehepaar Daniel und Sylvia lassen dieser vergessene Technik in ihrem DaWanda Shop 877 jedoch wieder aufleben und zeigen, was mit dieser alten Tradition alles gemacht werden kann.
Da die beiden hauptsächlich mit 925-ger Silber arbeiten, haben sie den Shop nach der Pantone Farbnummer für Silber genannt. Mit Glaspulver wird in einem 800 Grad heißen Brennofen auf ein Silber- oder Kupferplättchen gebrannt. Diese Plättchen werden gelocht und mit schicken Designs versehen. Da Daniel Graveurmeister ist, steht in der Werkstatt der beiden auch noch eine uralte Gravurmaschine, mit der diese Metallplättchen dann eine ganz persönliche Note bekommen.
In Kombination mit unheimlich wichen Wildlederbändern entstehen so wunderschöne Armbänder, von denen jedes ein Einzelstück ist. Jedes Schmuckstück hat unterschiedliche, filigran Muster. Die Armbänder sind so schlicht, dass es oft erst auf den zweiten Blick ersichtlich wird, wie elegant sie eigentlich sind.
Das Fertigen der Emaille-Knöpfe ist genau das, was den beiden Designern am meisten Spaß macht. Früher wurden sogar manche Menschen beim Brennen des Glaspulvers blind, da natürlich auch ständig kontrolliert werden muss, ob das Glaspulver schon geschmolzen ist und dafür ständig in den Brennofen geschaut werden muss. Zum Glück gibt es dafür in der heutigen Zeit entsprechende Schutzbrillen dafür. So müssen wir keine Angst darum haben, dass uns die kreativen Handwerksarbeiten des Designer-Shops 877 irgendwann nicht mehr geben wird.


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