Filzen wurde als Hobby wiederentdeckt. Die Möglichkeit, durch das “Verfilzen” von Wolle Stoffe oder Figuren herzustellen hat eine lange Tradition, die etwas in Vergessenheit geraten war. Die Arbeit ist ungefährlich, weshalb man das Filzen auch gut mit jüngeren Kindern versuchen kann.
Prinzipiell werden zwei Arten unterschieden: Das Nass- und das Trockenfilzen. Bei der nassen Variante werden, kurz gesagt, die Wollstücke mittels Seifenlauge immer wieder aufeinander gerieben, bis sie verfilzen.
Dann gibt es noch das Trockenfilzen:
Dazu braucht man:
- trockene Wolle und
- Filznadel – eine Filznadel ist eine besonders dünne Nadel, die an der Oberfläche eine Widerhakenstruktur hat
Wie wird es gemacht?
Die Wolle wird genommen, und mit der Nadel immer wieder durchstochen. So werden feine Fadenstrukturen ineinander verhakt. Die Filznadeln bekommt man im Bastlerbedarf oder im Handarbeitsladen. Es gibt verschiedene Größen, lassen Sie sich vor Ort beraten.
Wo kann man das Material kaufen?
- Fachhandel
- Online-Shops
Tipp: kaufen Sie ein Filz-Sets, dort ist alles schon vorhanden.
Filz ist ein Stoff, bei dem aus “unordentlichen”, durcheinander wirkenden und fest zusammenhängenden Fasern eine Fläche gebildet wird. Filz ist nicht gewebt, sondern besteht aus ineinanderverfilzten Fäden. Der Name Nadelfilz kommt von der Art des Trockenfilzens, da eine sogenannte Vernadelung vorgenommen wird.
Filz kann auch aus Wolle hergestellt sein. In diesem Fall wird die Wolle zunächst gefärbt und durch mechanische Bearbeitungen zu Filz gemacht. Die ungeordnete Verschlingung der Fasern ist dabei immer die Voraussetzung für die Filzherstellung.
Filzen kann auch als Hobby selbst gemacht werden. Denn so entstehen Figuren oder Stoffstücke, die weiterverarbeitet werden können. Das Trockenfilzen wird vor allem für die Herstellung von Stoffen genutzt, während das Nassfilzen besser für Figuren wie Bälle geeignet ist.
Aus dem selbstgemachten Filz kann beispielsweise wärmende Kleidung hergestellt werden. Auch Schals und Mützen, Jacken und Westen oder Pantoffeln. Der feuchtigkeitsabweisende und wärmende Filz ist für solche Kleidung früher schon verwendet worden, und ist zwischendurch etwas in Vergessenheit geraten. Heute ist das handwerkliche Filzen wieder im Trend.
Filz hat nur einen Nachteil: er kann nicht so ohne Weiteres gewaschen werden, da er dann meist einläuft oder unansehnlich wird. Stattdessen ist er sehr gut zum basteln geeignet. Er lässt sich hervorragend schneiden ohne zu tradeln, kann geklebt und genäht werden. Auch gibt es ihn in vielen bunten Farben, oder man kann ihn selbst herstellen.

Hinter der Webseite hobby-handarbeit.de steckt ein mehrköpfiges Team. Wir schreiben Anleitungen, stellen neue Blog-Beiträge online und beantworten Ihre Fragen.
Wir sind mit der Webseite gerade in der Umbauphase. Bitte nicht böse sein, wenn noch nicht alles perfekt klappt ;-)